Was ist eine Kalkschulter?
Bei einer Kalkschulter lagern sich Kalkdepots im Bereich der Schultersehnen ab, meist in der Rotatorenmanschette. Medizinisch wird häufig von Tendinosis calcarea gesprochen. Die Ablagerungen können lange unbemerkt bleiben, aber auch starke Schmerzen auslösen, besonders wenn sich das Gewebe entzündet oder der Kalk unter dem Schulterdach reizt.
Symptome und Verlauf
Typisch sind Schulterschmerzen beim Anheben des Arms, nächtliche Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit. Manche Betroffene erleben plötzlich sehr starke Schmerzen, obwohl vorher kaum Beschwerden bestanden. Die Erkrankung verläuft oft phasenweise: Kalk kann entstehen, Beschwerden verursachen und sich in manchen Fällen auch wieder zurückbilden.
Diagnostik und Therapie
Die Diagnose erfolgt meist über Ultraschall und Röntgen, bei unklaren Befunden auch über weitere Bildgebung. Behandelt wird zunächst häufig konservativ, etwa mit Schmerz- und Entzündungshemmung, Physiotherapie und Belastungsanpassung. Auch Stoßwellentherapie kann je nach Befund eine Option sein. Wenn starke Beschwerden bestehen bleiben, können minimalinvasive Verfahren erwogen werden.
Fazit
Eine Kalkschulter kann die Beweglichkeit deutlich einschränken, ist aber oft gut behandelbar. Wichtig ist, die genaue Ursache der Schulterschmerzen zu prüfen und die Therapie an Phase und Beschwerdebild anzupassen.